"Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft mit dir selbst"

Sabrina Garn ist Trainerin und Beraterin für Führungskräfteentwicklung und ausgebildete Yogalehrerin. Seit einigen Jahren betreibt sie ein Selbstliebe-Bootcamp und unterstützt Menschen dabei, sich selbst anzunehmen und zu lieben. Berufsbegleitend macht sie an der ALH-Akademie die Ausbildung zur Heilpraktikerin, um den Menschen als ganzheitliches Wesen verstehen und unterstützen zu können.

Wir haben mit ihr über ihren spannenden Weg zu uns an die ALH-Akademie gesprochen. Was hat sie dazu bewegt die Ausbildung zur Heilpraktikerin zu machen? Was haben Selbstliebe und alternative Heilmethoden gemeinsam? Und wie kommt man dazu ein Selbstliebe-Bootcamp zu eröffnen? Ein Gespräch über die Ganzheitlichkeit des Menschen, die Herausforderung bei sich selbst anzukommen und die Umwege, die gegangen werden müssen, um seinen Platz im Leben zu finden.

Immage Foto Selbstliebe

 

"Die Menschen, die zu uns kommen, sind bereit diesen ersten Selbstliebe-Samen in sich zu sähen und zu pflegen, um diese Liebe mehr und mehr in sich wachsen zu lassen, weil sie erkannt haben, dass es nichts Wichtigeres gibt, als die Liebe zu sich selbst."

 

Was ist das Besondere am Lehrgang zum Heilpraktiker/ zur Heilpraktikerin an der ALH-Akademie, warum glauben Sie, wählen Teilnehmer diese Fachrichtung?

Ich denke die Motive sind bei jedem Menschen andere. Ich habe mich für diesen Lehrgang entschieden, weil ich nicht nur Teile des Menschen verstehen wollte, sondern ihn als das zu verstehen versuche, was er ist – ein ganzheitliches Wesen.

 

Welche Inhalte des Lehrgangs sind für Sie besonders spannend?

Eigentlich alle. Weil eben alles ineinander spielt und man nichts voneinander trennen kann. Unsere Psyche ist untrennbar von unserem Körper. Unser Körper zeigt uns genau, wenn wir nicht im Einklang sind. Auch das komplette System, in dem wir leben hat eine enorme Auswirkung auf unsere Gesundheit. Das ist wirklich sehr spannend für mich, weil für mich alles erst einen Sinn ergibt, wenn man die Summe aller Umstände betrachtet.

 

Welche beruflichen Chancen sehen Sie durch Ihre Ausbildung zur Heilpraktikerin?

Ich sehe sehr große Chancen. Es gibt nichts Wichtigeres als die Gesundheit für uns Menschen, denn ohne Gesundheit ist alles andere nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Ich lerne immer mehr Menschen kennen, die sich für alternative Heilmethoden interessieren, weil sie schon einmal positive einschlägige Erfahrungen damit gemacht haben. Ich bin überzeugt von alternativen Heilmethoden und diese Überzeugung macht es jedem möglich, sich in diesem Berufsfeld zu etablieren.

 

Wie sah Ihr Weg bisher aus, der Sie an die ALH-Akademie geführt hat?

Mein Weg ging planlos los - zumindest hätte man damals den Eindruck gewinnen können, nachdem ich meine Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen hatte. Ich hatte keine Vorstellung davon, was ich überhaupt machen möchte und ob es etwas gab wofür mein Herz schlug. Ich jobbte mal hier und mal da und irgendwann bin ich im Foyer einer Bank hängengeblieben, wo ich 14 Jahre lang einer Tätigkeit nachgegangen bin, in der ich mich und mein Potenzial überhaupt nicht leben konnte. Das war sehr frustrierend für mich. Also begann ich irgendwann mich nebenberuflich weiterzubilden. Zuerst habe ich eine Ausbildung zum Verhaltenscoach für Menschen mit Hund gemacht, denn ich liebe Tiere über alles und damit habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt. Ich habe dann auch einige Jahre mit Mensch-Hund-Teams gearbeitet und bin das eine oder andere Mal an meine Grenzen gestoßen, weil ich erkennen musste, dass keineswegs der Hund das Problem hatte, sondern zuerst einmal der Mensch zur Veränderung bereit sein musste. Das war manchmal echt anstrengend. Um es mir und meinen Kunden leichter zu machen, beschäftigte ich mich also zunächst mit Führung und absolvierte eine Ausbildung zur Trainerin und Beraterin für Führungskräfteentwicklung. Darauf folgte eine Yogalehrerausbildung als ich mir die Frage nach dem Sinn meines Lebens gestellt habe und seit 2018 bilde ich mich nun zusätzlich im Bereich der alternativen Heilmethoden weiter. Dieses Bündel aus Erfahrungen, Wissen und meiner ganz eigenen Persönlichkeit stelle ich heute Menschen zur Verfügung, die ähnlich sind wie ich und die es genauso lieben, sich um sich selbst zu kümmern, um damit auch andere Menschen unterstützen zu können.

 

Sie betreiben neben Ihrer Ausbildung zur Heilpraktikerin noch ein Selbstliebe-BootCamp. Können Sie uns etwas mehr darüber erzählen?

Ja, sehr gern. Ich weiß nur zu gut, wie es sich anfühlt, wenn man denkt nicht gut genug oder nicht richtig zu sein, so wie man ist. Über diese Herausforderung, die uns alle verbindet, rede ich auch in meinem Podcast „Gespräche mit mir“. Und gerade, weil ich dieses Gefühl so gut kenne, möchte ich jeden Menschen daran erinnern, dass er absolut einzigartig ist. Ich möchte ihm Mut machen, diese Einzigartigkeit zu leben und zu lieben. Mit dem Selbstliebe-BootCamp habe ich einen geschützten Raum erschaffen, wo man ankommen darf und wo jeder absolut richtig ist - genauso wie er ist. Bei uns kann man nicht nur herausfinden, was einen einzigartig macht, sondern auch, wie man eine liebevollere Beziehung zu sich selbst erschaffen kann.

 Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft mit dir selbst.

 

Wie kamen Sie auf die Idee sich mit einem Selbstliebe-Bootcamp selbstständig zu machen?

Es gibt nur einen Menschen, den wir glücklich machen müssen, damit auch andere davon profitieren können. Und das sind immer wir selbst. Ein unzufriedener und unglücklicher Mensch wird nie eine Bereicherung für andere Menschen sein können. Deshalb sollten wir zuerst immer in uns hineinschauen, wenn in unserem Leben etwas schiefläuft und für uns selbst sorgen, damit wir auch genug für andere Menschen haben. Bis ich das begriffen habe sind Jahrzehnte vergangen. Früher habe ich es geliebt allen möglichen Menschen die Schuld für mein Leben zu geben. Wenn ich heute darüber nachdenke, muss ich etwas schmunzeln und bin froh, dass ich irgendwann erkannt habe, dass mich das vom Wesentlichen abgehalten hat, nämlich mich selbst zu leben und mein Leben nicht dem Zufall zu überlassen.

Zu sein wie man wirklich ist, kann ganz schön herausfordernd sein. Wir sind nämlich schon nicht authentisch aufgewachsen, sondern unter der Wahrheit unserer Eltern und anderen Erwachsenen. Diese Erkenntnis haben wir jedoch, wenn überhaupt, erst im Erwachsenenalter und bis dato leben wir mit der Überzeugung anderer Menschen, als wären es unsere eigenen. Zu sich selbst zu finden, also wirkliche Authentizität zu leben, ist definitiv an Hürden gekoppelt und es ist manchmal ziemlich unbequem damit umzugehen. Dennoch glaube ich, dass es genau der Sinn unseres Lebens ist, uns selbst zu erfahren und dazu braucht es eine gehörige Portion Selbstliebe. Gerade wenn du anfängst, dich mit deiner Selbstverwirklichung auseinanderzusetzen, wirst du auf ganz viel Widerstand in deinem Umfeld treffen. Weil du plötzlich nur noch einer Wahrheit folgst - deiner Eigenen. Und dafür braucht es Mut und ich möchte den Menschen Mut machen sich selbst zu leben und zu lieben, so wie sie sind und ihnen begreiflich machen, dass es kein richtig oder falsch gibt, sondern nur unterschiedliche Wahrheiten. Und dass jeder Mensch absolut richtig ist, genauso, wie er ist.

 

Was bewegt Menschen dazu im Selbstliebe-BootCamp mitzumachen? Wieso sind Selbstliebe-BootCamps heutzutage so beliebt?

Selbstliebe ist in aller Munde und das liegt vor allem daran, dass vielen Menschen bewusst geworden ist, dass sie ihr Leben oft auf andere ausgerichtet haben oder sogar von anderen abhängig gemacht haben.

Oft bemerken sie das nach einer Beziehung, wenn sie zurückblicken und feststellen, dass sie sich gar nicht um ihre eigenen Bedürfnisse gekümmert haben oder sich oft gar nicht getraut haben so zu sein, wie sie wirklich sind. Und dass sie so vieles einfach nie gemacht haben - aus Scham oder Angst den anderen zu verlieren. Es gibt aber natürlich auch andere sogenannte Aha-Momente.

Und irgendwann ist ein Punkt im Leben erreicht, wo man einfach weiß, dass unsere Zeit hier auf Erden begrenzt ist und wir hier sind, um Erfahrungen zu machen und uns selbst zu leben. Natürlich gehören da auch weniger schöne Erfahrungen dazu, aber das ist ja nur eine Bewertung. Jede Erfahrung ist wertvoll für uns und unsere Entwicklung.

Wie viele Menschen gehen im Sommer nicht baden, weil sie sich für ihren Körper schämen? Dabei würden sie sich so sehr eine Abkühlung wünschen. Wie viele Menschen hängen ewig unglücklich in ihrem Job oder in einer Beziehung fest, obwohl sie so gern ihr Potenzial ausleben würden, es aber nicht tun, weil sie Angst vor dieser Veränderung haben? Wie viele Menschen trauen sich nicht zu ihrer Meinung zu stehen, aus Angst ausgegrenzt zu werden?
Es gibt tausende Beispiele, die aufzeigen, dass Menschen ein Leben als eine geformte Person leben, aus Angst nicht gut genug zu sein oder nicht richtig zu sein. Dabei ist es ihr sehnlichster Wunsch so sein zu dürfen, wie sie sind und auch genau dafür geliebt zu werden.

Das funktioniert aber meiner Meinung nach nur, wenn man zuerst bei sich selbst beginnt und sich erkennt und so annimmt, wie man ist und liebevoll mit sich selbst umgeht.

Die Menschen, die zu uns kommen, sind bereit diesen ersten Selbstliebe-Samen in sich zu sähen und zu pflegen, um diese Liebe mehr und mehr in sich wachsen zu lassen, weil sie erkannt haben, dass es nichts Wichtigeres gibt, als die Liebe zu sich selbst.

 

Wo sehen Sie die Verbindung zwischen Ihren Selbstliebe-Workshops und der Ausbildung zur Heilpraktikerin? Inwiefern glauben Sie, hilft Ihnen Ihre Ausbildung zur Heilpraktikerin in Ihrer Arbeit als Selbstliebe-Coach?

Die Verbindung liegt in der Ganzheitlichkeit. Die Ausbildung hilft mir dabei den Menschen noch mehr als Ganzes zu betrachten und dadurch gezielter unterstützen zu können. Der Körper gehört genauso zu einem Menschen, wie die Psyche und die Lebensumstände.Und Selbstliebe ist für mich ebenfalls eine ganzheitliche Betrachtung.

 

Noch ein paar Worte zum Abschluss?

Vielen herzlichen Dank für die tollen Interviewfragen und einen ganz besonderen Dank auch an Frau Witulla, die mir als meine Studientutorin die Ausbildung im wahrsten Sinne des Wortes versüßt. Wann immer ich eine Frage habe, oder wann immer ich mal einen Hänger hatte, hat sie es geschafft mir mit ihrer besonderen herzlichen Art neuen Schwung zu verleihen. Eine wundervolle Frau, die ihre Arbeit von Herzen liebt und eine wahre Bereicherung ist. Die ALH ist eine der besten Entscheidungen gewesen, die ich getroffen hab. Die Art der Ausbildung passt perfekt zu mir. Spannend, greifbar und flexibel.