Interview mit Petra Dönch

Absolventin - Heilpraktiker

Bild Petra DoenchWelche persönliche und berufliche Situation hatten Sie vor Ihrer Weiterbildung und was hat Sie motiviert, etwas Neues zu wagen?
Vor dem Studium habe ich in einem Nagelstudio im Ort gearbeitet als Nageldesignerin (Angestellte, Vollkraft mit 40 Wochenstunden und vielen Überstunden). Durch die immer wiederkehrende falsche Sitzhaltung hatte ich schon Probleme im Rücken- und Nackenbereich mit starken Verspannungen und z. T. auch mit Migräneattacken. Durch einen Sri Lanka-Urlaub mit einer ayurvedischen Panchakarma-Kur über 3 Wochen, habe ich die sanften Heilmethoden kennen und schätzen gelernt. Die Idee, sich weiterbilden zu wollen, war geboren.


Warum haben Sie sich für eine Weiterbildung an der ALH-Akademie entschieden?
Ich habe mich nach langem Suchen im Internet für die ALH entschieden, weil mir persönlich die Kombination mit Praxis-Seminaren sehr entgegenkam. Ich habe die ganze Zeit weiter gearbeitet, und konnte an den Präsenztagen teilnehmen, ohne immens lange Wegstrecken zurücklegen zu müssen. Vor allem fand ich es wichtig, neben der Theorie auch gleich praktisches Wissen erlangen zu können.


Wie lief Ihre Weiterbildung an der ALH ab und welche Inhalte haben Ihnen am besten gefallen?
Kerninhalte der Ausbildung zur Heilpraktikerin waren das Lernen zu erlernen, die Anatomie des Menschen, das Verstehen von Pathomechanismen im menschlichen Körper, Krankheitsbilder im Allgemeinen und im Speziellen sowie Gesetzeskunde und gezielte Prüfungsvorbereitung. In den Präsenzseminaren wurde immer auf ein Organgebiet eingegangen, zum Teil mit Kurzreferaten, zum Teil mit Folien oder ähnlichem. Auch körperliche Untersuchungstechniken sowie Injektionen wurden geübt. Wichtig fand ich auch die Kontrolle durch die Projektstudien.


Wie gut haben Sie sich rückblickend bei Ihrem Lernprozess betreut gefühlt?

Rückblickend habe ich mich gut betreut gefühlt. Besonders bei den Präsenzseminaren, bei denen wir gut auf die behördliche Überprüfung vorbereitet wurden.


Wie sieht Ihre persönliche und berufliche Entwicklung nach der Weiterbildung aus und was hat sich in Ihrem Leben verändert?
Ich habe meine Prüfung im Mai 2013 in Potsdam bestanden. Ich habe mich dann eingehend mit der Idee und der Planung der eigenen Praxis beschäftigt. Im November 2013 habe ich meine Arbeitsstunden auf 30 Wochenstunden reduziert. Im Sommer 2014 war es dann soweit – endlich eine eigene Praxis in Teilzeit! Mein Mann, der mich jederzeit tatkräftig unterstützt hat, meine Chefin, die mir auch beruflich den Rücken freigehalten hat und meine Freunde haben mir geholfen, diese intensive Zeit vom Anfang des Studiums bis zur Eröffnung zu meistern. Es ist jetzt ein sehr schönes Gefühl, wenn man seinen Patienten helfen kann.