Gunthild Maria Nerger – Absolventin Heilpraktiker (ALH)

Gunthild Maria Nerger

Absolventin Heilpraktiker (ALH)

Es war eine Bereicherung mit Gleichgesinnten reden zu können.

Ich arbeitete bereits seit 11 Jahren als Kinderkrankenschwester auf der Intensivstation für Früh- und Neugeborene eines großen Level1 Zentrums in Hamburg. Bei diesen Patienten ist eine genaue Beobachtung gerade von Seiten der Pflege von großer Wichtigkeit für den medizinischen Behandlungserfolg. Damals habe ich an einem Tagesseminar zum Thema: „Homöopathie in der Neugeborenenzeit“ teilgenommen, welches mich sehr beeindruckt hat. Beobachtung ist in der Homöopathie eine der wichtigsten Säulen und ich als erfahrene Kinderkrankenschwester war erstaunt, um wie viel subtiler Beobachtung noch sein kann. Nachdem ich mich eine Weile mit der Homöopathie vertraut gemacht hatte, kam dann der Wunsch, homöopathisch zu arbeiten.
Es hatte ganz praktische Gründe, dass ich mich für ein Fernstudium entschied, denn ich brauchte eine Ausbildung, die neben der Arbeit zu schaffen und außerdem noch kostengünstig war. Unter allen Schulen, deren Internetseite ich mir angesehen hatte, kam die ALH meinen Vorstellungen am nächsten. Besonders gut fand ich die praktischen Einheiten. Außerdem war mein Eindruck, der übrigens nie getäuscht wurde, dass man sich an der ALH um eine sehr persönliche Betreuung bemühte.
Der Lehrgang "Heilpraktiker" war sehr gut gegliedert in die einzelnen Kapitel der Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre. Die Arbeitsblätter waren schlüssig, übersichtlich und boten genügend Platz für eigene Ergänzungen. Eingesendete Studienaufgaben wurden immer sehr sorgfältig korrigiert und mit handschriftlichen Notizen am Rande versehen, die für wichtige Erkenntnisse sorgten. Am Ende gab es immer eine persönliche Bemerkung, ein kleines Lob und eine Ermutigung. Die Prüfung selbst habe ich im ersten Anlauf mit sehr gutem Ergebnis bestanden.
Die Weiterbildung forderte mir natürlich auch einiges an Selbstdisziplin ab. Nach etwas über einem Jahr legte ich mit reichlich schlechtem Gewissen eine lange Pause ein. Hier war mir die ALH eine große Hilfe. Nicht nur dass ich eine Verlängerung der Betreuungszeit angeboten bekam, sondern in einem persönlichen Telefonat wurde versucht, mit mir die Gründe für meine lange Pause herauszufinden und Lösungsansätze zu erarbeiten. Letztlich haben mir dann aber vor allem auch die Präsenztage einen enormen Aufschwung gegeben, denn es wurde nicht nur der Spaß am praktischen Arbeiten vermittelt, sondern es war auch eine Bereicherung, mit Gleichgesinnten reden zu können. Zufällig lernte ich in dem Kurs auch einen Kollegen kenne, der auch auf dem Land bei mir in der Nähe wohnte. Von da an haben wir uns gemeinsam auf die Prüfung vorbereitet, was effektiv und spaßig war.
Nach der Prüfung zur Heilpraktikerin absolvierte ich eine 2-jährige berufsbegleitende Ausbildung in klassischer Homöopathie. Währenddessen konnte ich schon einiges Wissen umsetzen, allerdings gelang es mir nicht, die Ärzte und Schwestern für die Homöopathie zu gewinnen. Durch meine Ausbildung hatte sich auch mein ganzes Krankheitsverständnis und mein Blick auf den Umgang mit Patienten und Angehörigen so verändert, dass ich immer mehr mit meiner Rolle in der Schulmedizin zu kämpfen hatte. Für den Schritt in die Selbstständigkeit fehlte mir allerdings das Geld, der Mut und vor allem, so kurz nach Beendigung der homöopathischen Ausbildung, die Praxis. So entschloss ich mich vor 3 Jahren, erstmal zur Sicherheit eine Teilzeitstelle in einem Kindergarten anzunehmen, in der ich bis heute arbeite. Die Arbeit dort hält mir den Rücken frei und ermöglicht mir, meine Praxis, die ich 2013 in meinem Haus eröffnet habe, langsam aber stetig zu erweitern. Noch kann ich nicht davon leben, aber die Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß und ich bin froh, den Schritt, mit Hilfe der ALH gegangen zu sein.