Heilpraktiker Ausbildung

Sie möchten sich über den Heilpraktiker und die Ausbildung zum Heilpraktiker informieren? Wir haben Ihnen alle wichtigen und am häufigsten gestellten Fragen übersichtlich zusammengefasst - so können Sie sich schnell und einfach über alle relevanten Themen wie Kosten, Schwerpunkte, Ausbildung, Prüfung und Tätigkeiten informieren. 

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Allgemeine Heilpraktiker Informationen

Was ist ein Heilpraktiker? Wann kann ein Heilpraktiker helfen?

Heilpraktiker/innen sind ergänzend zur Schulmedizin im präventiven und therapeutischen Bereich tätig. Je nach Erkrankung werden Heilpraktiker/innen als Ergänzung oder Alternative zu Rate gezogen. Zum Beispiel bei Patienten/innen mit chronischen Erkrankungen, die mit der schulmedizinischen Therapie nicht zufrieden sind und sich eine naturheilkundliche Alternative wünschen. Hier muss der Heilpraktiker/die Heilpraktikerin abwägen, ob aus therapeutischer und rechtlicher Sicht eine passende Alternative vorliegt. So können naturheilkundliche Maßnahmen einen ganzheitlicheren Umgang mit der Erkrankung bewirken. Zur Behandlung nutzen Heilpraktiker/innen verschiedene alternative Heilmethoden und wählen die Therapie aus, die am besten zu dem jeweiligen Krankheitsbild des Patienten passt und eine Linderung der Beschwerden ermöglichen könnte. Zu den Methoden gehören unter anderem Akupunktur, Bioresonanz sowie Osteopathie. Heilpraktiker/innen dürfen physische und psychische Leiden feststellen und entsprechende Behandlungen durchführen. Das Heilpraktikergesetz ist die rechtliche Grundlage für das Ausüben des Berufes "Heilpraktiker".

Wann ist man Heilpraktiker? Wer darf sich Heilpraktiker nennen?

Wenn Sie sich auf die Überprüfung vor dem Gesundheitsamt ausreichend vorbereitet haben UND die Zulassung vom Gesundheitsamt erhalten haben, dann sind Sie Heilpraktiker bzw. Heilpraktikerin und MÜSSEN sich auch so nennen. Eine seriöse Heilpraktiker-Ausbildung dauert zwischen 2 und 3 Jahren und endet mit der Überprüfung vor dem zuständigen Gesundheitsamt. Um sich zum Heilpraktiker ausbilden zu lassen, müssen Sie mindestens 25 Jahre alt sein und einen Hauptschulabschluss haben. Außerdem müssen Anwärter ein einwandfreies Führungszeugnis der Belegart 0 und ein gesundheitliches Attest vom Hausarzt vorweisen können. Bei der Heilpraktikerausbildung handelt es sich um eine seriöse, umfassende medizinische Ausbildung, die Sie benötigen, um die gesundheitlichen Leiden bei Menschen professionell zu diagnostizieren und zu therapieren.

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Warum sollte man zum Heilpraktiker gehen?

Wenn Patienten ganzheitlich, naturheilkundlich therapiert werden möchten, ist es sinnvoll eine/n Heilpraktiker/in aufzusuchen. Heilungsprozesse werden dabei mit der Kraft der Natur gefördert und unterstützt. Eine steigende Anzahl an Heilpraktiker/innen gibt es, da der Bedarf an ganzheitlichen/naturheilkundlichen Therapien sehr hoch ist. Heilpraktiker/innen nehmen sich die Zeit den/die Patientin/innen ganzheitlich zu betrachten und setzen Therapien nicht nur symptomorientiert an, sondern eruieren die Ursache und fokussieren die Behandlung darauf.

HLP Vorteile der ALH

Was kostet ein Heilpraktiker? Was verdient man als Heilpraktiker?

Je nach Therapieart und Dauer variieren die Kosten einer Behandlung, die die Patienten in einer Rechnung erhalten. Die Gebührenverordnung für Heilpraktiker (GebüH) dient dazu als Basis, wenn der/die Heilpraktiker/in mit privaten Krankenkassen oder der Beihilfe abrechnen möchte. Die Gebühren werden von privaten Krankenkassen anteilig in der Regel übernommen. Es ist davon auszugehen, dass ein/e seriöse/r Heilpraktiker/in aus betriebswirtschaftlichen Gründen pro Behandlung/Sitzung/Therapieeinheit mindestens 60€ nehmen sollte. Die genauen Kosten sollten auf alle Fälle vor Beginn der Behandlung besprochen werden. Ein/e seriöse/r Heilpraktiker/in wird die Behandlung sowohl am therapeutischen Nutzen als auch an der wirtschaftlichen Belastung des Patienten orientieren und die Behandlungsdauer so kurz wie nötig wählen, um große finanzielle Belastungen zu vermeiden. Der Durchschnittsverdienst eines Heilpraktikers/einer Heilpraktikerin liegt im Monat bei etwa 2.600 Euro, wobei die Berufserfahrung bei der Gehaltssteuerung eine große Rolle spielt. Auch ob ein Heilpraktiker/ eine Heilpraktikerin angestellt oder selbstständig ist, beeinflusst das Gehalt stark.

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Was darf ein Heilpraktiker? Was macht ein Heilpraktiker?

Ein Heilpraktiker ist in Deutschland arztähnlich und darf Erkrankungen diagnostizieren und therapieren. Einschränkungen bieten rechtliche Verordnungen und Gesetze, zum Beispiel das Infektionsschutzgesetz. Ein Heilpraktiker nutzt ganzheitliche Naturheilverfahren. Je nach Behandlungsmethode kann sich ein Heilpraktiker im Bereich der Akupunktur, Bioresonanz, Homöopathie, Schröpfen, Bachblütentherapie, Dorn-Therapie oder ähnlichem spezialisieren. Er/Sie kann auch einen speziellen Fokus auf die Krankheitsbilder Schmerztherapie, Allergien, psychosomatische Beschwerden, Hautkrankheiten etc. legen.

Welche Arten von Heilpraktikern gibt es & welche Methoden wenden sie an?

Es gibt den/die Heilpraktiker/in, der/die alle Erkrankungen, außer die, für die es ein Behandlungsverbot laut §24 Infektionsschutzgesetz gibt oder aufgrund der Sorgfaltspflicht eine evidenzbasierte medizinische Therapie unausweichlich ist, behandeln darf. Außerdem gibt es sektorale Heilpraktiker/innen, die auf Fachgebiete beschränkt sind, wie zum Beispiel den/die Heilpraktiker/in (Psychotherapie). Diese/r ist nur für die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen zuständig und kann z. B. aufgesucht werden, um die Wartezeit auf einen Platz in der psychotherapeutischen Langzeittherapie zu überbrücken. Auch können verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden. Diese werden je nach Interessensgebiet und Bedarf im Einzugsgebiet von Heilpraktikern festgelegt. Schwerpunkte könnten gesetzt werden durch die Festlegung auf bestimmte Zielgruppen wie Kinder oder auf bestimmte Therapierichtungen wie Dorn-Therapie oder Akupunktur bzw. Bioresonanz. Einige Teilnehmer absolvieren die Ausbildung zum Heilpraktiker/zur Heilpraktikerin, um sich im Nachgang als Osteopath zu qualifizieren, aber auch für Physiotherapeuten/innen bietet die Ausbildung zum/zur Heilpraktiker/in einige Vorteile. Physiotherapeuten/innen dürfen, wenn sie Heilpraktiker/innen sind, osteopathische Behandlungen zu therapeutischen Zwecken ausüben und abrechnen, natürlich tun sie dies als Heilpraktiker/in und müssen sich dann auch so bezeichnen.

  • Aderlass
  • Akupunktur Aus- und Ableitungsverfahren
  • Bach-Blütentherapie
  • Colon-Hydro-Therapie
  • Homöopathie
  • Mikrobiologische Therapie
  • Moxibustion
  • Osetopathie
  • Schröpfen
  • Chiropraktik
  • Ernährungsberatung
  • Ayurveda
  • TCM
  • Kinesiologie
  • Massagen
  • Dorn Breuss
  • Schüssler Salze

Wer übernimmt die Kosten einer Behandlung bei einem Heilpraktiker?

Die Kosten für eine Behandlung bei einem/einer Heilpraktiker/in zahlen Patienten entweder selbst oder rechnen sie über eine private Krankenkasse, bei der sie eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker abgeschlossen haben oder die Beihilfe ab. Welche Leistungen die Krankenkasse im Einzelnen übernimmt, legen die Kassen im Rahmen des Selbstverwaltungsprinzips durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) fest.

Wie dürfen Heilpraktiker werben?

Ausgebildete Heilpraktiker bzw. Heilpraktikerinnen dürfen konform zum Heilmittelwerbegesetz werben. Heilversprechen sowie Garantien sind nicht erlaubt. Auch dürfen sie keine Werbung an Kinder unter 14 Jahren richten oder für Fernbehandlungen (z. B. Onlineheilung von Erkrankungen) werben. Eine Onlineberatung hingegen zu einer gesunden Lebensweise oder beratende Unterstützung bei Lebensproblemen ist rein rechtlich möglich, solange es keine Therapie von Erkrankungen betrifft. 

Wo darf ein Heilpraktiker arbeiten?

Heilpraktiker dürfen in folgenden Bereichen bzw. in folgenden Formen tätig sein:

  • Therapeutische Tätigkeiten in einer eigenen Praxis oder in Gemeinschaftspraxen/ Krankenhäusern
  • Reha-Zentren usw.
  • Dozententätigkeiten in Schulen und/oder in Verbänden
  • Vorträgen und Workshops in Firmen im Rahmen des BGMs (Betrieblichen Gesundheitsmanagements)
  • je nach Eignung in Autorentätigkeiten
  • als Zusatzqualifikation für Pharmareferenten

Viele weitere Möglichkeiten ergeben sich aus den speziellen Qualifikationen und Interessen des Heilpraktikers. Auch die Planung und Durchführung von Gesundheitsreisen z. B. Fastenreisen nach Korfu oder Ayurvedakur in Indien sind möglich.

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Die Heilpraktiker Ausbildung

Welche Heilpraktiker Ausbildung ist die beste?

Für die Auswahl einer geeigneten Heilpraktikerschule bieten sich verschiedene Bewertungsforen an, um zu schauen, in welchen Bereichen eine Heilpraktikerschule gut ist. Für Berufstätige eignen sich Schulen mit einem flexiblen Lernsystem, die das Wissen berufsbegleitend anbieten. Außerdem ist eine Ausrichtung nach den aktuellen Leitlinien zwingend erforderlich. Wichtige Faktoren, um die passende Heilpraktikerschule für sich zu finden, sind unter anderem die Kosten, Inhalte der Ausbildung, Praxisanteile während der Ausbildung und die Lehrgangsdauer. Präsenzschulen für Heilpraktiker/innen darf jeder gründen - Fernlehrgänge hingegen werden staatlich überprüft und müssen erst von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen werden.

Gute Gründe für die ALH

Wer kann Heilpraktiker werden?

Laut Gesetz gilt der Hauptschulabschluss als Zulassungsvoraussetzung, um den Heilpraktiker zu absolvieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Anspruch relativ hoch ist. Interessierte sollten Motivation und Lust aufs Lernen mitbringen. Außerdem müssen Anwärter mindestens 25 Jahre alt sein und die Heilpraktiker Überprüfung beim Gesundheitsamt bestehen, sie müssen ein einwandfreies Führungszeugnis der Belegart 0 und gesundheitliches Attest vom Hausarzt vorweisen können.

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Welches Fernstudium ist das beste, um Heilpraktiker zu werden?

Wenn Sie Heilpraktiker werden möchten und ein geeignetes Fernstudium suchen, um sich optimal auf die Überprüfung vor dem Gesundheitsamt vorzubereiten, bieten sich Heilpraktikerschulen wie die ALH-Akademie an. Hier werden alle Inhalte berufsbegleitend und praxisnah vermittelt, außerdem haben Sie immer einen persönlichen Ansprechpartner, der selbst aus der Gesundheitsbranche kommt. Außerdem bietet die ALH-Akademie hochwertige Lernmaterialien, Dozenten aus der Praxis, sowie die Dozentin Sabine Aust, die neben ihrer eigenen Heilpraktikerpraxis auch Beisitzerin in der Heilpraktikerüberprüfung ist.

Wer prüft Heilpraktiker?

Das zuständige Gesundheitsamt ist für die Überprüfung von Heilpraktikern verantwortlich.

Wie teuer ist die Ausbildung zum Heilpraktiker?Gibt es Finanzierungshilfen?

In der Regel sind Fernlehrgänge für angehende Heilpraktiker deutlich günstiger als Präsenzkurse. Die Preise für ein Fernstudium liegen in der Regel bei 2.000 bis 3.000 Euro. Präsenzkurse kosten durchaus 5.000 bis 11.000 Euro. Die Heilpraktikerausbildung lässt sich zumeist über eine Ratenzahlung finanzieren. Auch hier gibt es Fördermaßnahmen und die Möglichkeit die Weiterbildung steuerlich abzusetzen. Einige Förderprogramme sind zum Beispiel der Bildungsgutschein, die Begabtenförderung oder die Weiterbildung Geringqualifizierter und -beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen. Seriöse Heilpraktikerschulen werden vom Arbeitsamt gefördert.

Wie lange dauert die Ausbildung zu Heilpraktiker?

Eine seriöse Heilpraktiker-Ausbildung dauert zwischen 2 und 3 Jahren und endet mit der Überprüfung vor dem zuständigen Gesundheitsamt.

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